Die Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle

ERM
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12. November 2019
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Heiner Hoefer

Die Versicherungsindustrie steht vor großen Herausforderungen. Viele Institute kämpfen damit, die richtigen Lösungen für das digitale Zeitalter zu entwickeln. Derzeitige Geschäftsmodelle entsprechen wenig oder kaum den sich rasch wandelnden Ansprüchen der online-affinen Kunden. Etablierte Prozesse stehen vor komplexen Herausforderungen:

  1. Erneuerung der Produkte und Services für digitale Erwartungen;
  2. Veränderung in der Interaktion über Plattformen und Ökosysteme;
  3. neue Quellen der Wertschöpfung und Bewertung von Umsätzen;
  4. steigende regulatorische Anforderungen und Sicherheitsfragen in einer vernetzten Welt.

Klar ist, dass positive Kundenerlebnisse dabei die wichtigsten Differenzierungsmerkmale sein werden. Es gilt: Prozesse werden mittels digitaler Technologien radikal an den Wünschen der Kunden ausgerichtet. Digitale „Make-over“ der analogen Welt sind zum Scheitern verurteilt. Die Entscheider der Versicherungsindustrie werden massiv auf sich verändernde Technologien und neue Geschäftsideen setzen müssen, um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Agilität, Flexibilität, eine moderne Infrastruktur und der intelligente Einsatz von Daten sind die Schlüsselelemente für eine erfolgreiche Umsetzung. Neue – schlanke Wettbewerber – und mögliche Konkurrenz aus dem Silicon Valley erhöhen den Handlungsdruck weiter. Etablierte Wettbewerber haben keine Zeit mehr zu verlieren, um sich als Dienstleister neu zu erfinden.

Eine schwierige Ausgangslage

Die See für Versicherungen wird rauer, der Wind böig. Der Veränderungsdruck ist groß. Viele Versicherer haben keine ausreichend guten Antworten, oder es fehlen die Mittel für tiefgreifende Anpassungen. Über Jahrzehnte gewachsene IT-Strukturen machen es schwer, neue Lösungen schnell zur Marktreife zu bringen. Der Wind bläst aus vier Richtungen unterschiedlich stark:

  1. Anforderungen an die Produkt- und Service-Entwicklung sind nicht mehr alleine zu bewältigen;
  2. Interaktionen mit Kunden und Partnern verlaufen digital in Netzwerken, nicht mehr geradlinig;
  3. ökonomische Modelle fußen nicht mehr auf Arbitrage und Risikotransfer;
  4. regulatorische Anforderungen limitieren Bewegungsspielräume, Daten sind nicht mehr nur statisch, sondern in Aktualität und Bewertung erfolgskritisch;

(...)

[Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Fachzeitschrift RISIKO MANAGER 09/2019.
Die Ausgabe ist seit dem 30. Oktober 2019 lieferbar und kann auch einzeln bezogen werden.]

Autor:
Heiner Hoefer
, Partner, CAPCO.

Bildquelle: iStock.com/MicroStockHub